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Sonntag, 8. November 2015

Halloween und was gibt's zu essen?

Ich weiß, dass man sich neuerdings auch an Halloween zum Essen immer was Besonderes einfallen lässt, aber ich hatte so gar keine Lust auf



Schlangengrütze, 


Gespenster-Burger 


oder eiskalte Händchen.

Und, da die großen Jungs etwas vor hatten, der Eine war zu einer Geburtstagsparty eingeladen, der Andere  wollte eine Halloweenparty feiern, freute ich mich, mal nicht Kochen zu müssen. Also stöberte ich in meinen gesammelten Werken, die wie ich annehme jede Frau angelegt hat und fand einige Rezepte aus der „kalten Küche“ die schon vor längerer Zeit mein Interesse geweckt haben, aber es noch nicht auf unseren Speiseplan geschafft hatten, weil entweder sehr aufwendig oder seeehr vegetarisch. Also Entscheidung getroffen, die Zutaten für „Pumpernickel Käsekugeln“ und „Rote Beete Carpaccio“ auf den Einkaufszettel geschrieben und ab in den „Nahrungsmittel Tempel“.


Leider bekamen wir nicht alle nötigen Zutaten, also musste ich improvisieren. Anstatt Rucola haben wir Pflücksalat und als Alternative für die Pinienkerne haben wir Sonnenblumenkerne mitgenommen.
Man glaubt gar nicht wieviel Geld man spart - ohne Fleisch ;-)
Zu Hause angekommen haben wir als erstes die
Pumpernickel Käsekugeln zubereitet, aber nur eine ½ Portion:
  • 250g Pumpernickel oder Schwarzbrot im „Thermi“ oder in einer Küchenmaschine zerkleinern,
  • 100g Frischkäse
  • ½ TL Salz,
  • Pfeffer,
  • ein paar Spritzer Tabasco und
  • etwas Zitronensaft, aber Vorsicht, wir hatten leider etwas zu viel. Alles gut vermischen und mit feuchten Händen kleine Kugeln formen. Danach die ca. 12 - 15 Kugeln in
  • Schnittlauchröllchen oder
  • Paprikapulver (Edelsüß oder Scharf) wälzen oder auch kugeln „lach“. Natürlich sind, je nach Lust oder Geschmack, auch andere Kräuter oder Gewürze möglich. Dann alles kühl stellen.


Dazu gab es ein Rote Beete Carpaccio. Man nehme:
  • 4-5 Stk. Rote Beete, vorgekocht. Ich bin eigentlich eine Verfechterin von roher Rote Beete, aber manchmal kann man sich es auch einfach machen. Die Knollen in dünne (2-3 mm) Scheiben schneiden und auf einem großen Teller fächern. In die Mitte den gut gewaschenen
  • Pflücksalat (erste Wahl ist natürlich Rucola) locker verteilen. Eine Handvoll
  • Pinien oder Sonnenblumenkerne, in der Pfanne - ohne Öl - leicht angebräunt, darüber streuen. Dann ein Dressing aus
  • Balsamico Essig, Olivenöl, Salz und Pfeffer mischen und drüber träufeln. Zum Abschluss
  • Parmesan darüber hobeln.


Dazu reicht man ein Pesto nach Wahl, egal ob gekauft oder selbst gemacht und Parmaschinken. Doch nicht ganz vegetarisch - „freu“. Ach so,  

Champions in Scheiben passen auch ganz gut dazu.

Sonntag, 1. November 2015

Die "Fatali" war sowas von Scharf!

Der Herbst ist angekommen. Es lässt sich nicht mehr verleugnen. 



So nun ist es soweit, der Garten muss "Winterfest" gemacht werden. Die letzten Chili und Tomaten wurden geerntet.



Es sind auch noch ein paar Grüne dabei, aber die kommen in den Heizungskeller zum nachreifen. Ich hoffe nur, dass ich die Tomaten dort nicht wieder vergesse.



Auch unsere Zucchiniwunderpflanze hatte noch eine letzte kleine Frucht zu unserem Abendessen geliefert. Nach der Schufterei im Garten ging es an die Samengewinnung.



Aber davor stand die Chili-Verkostung, da ich nicht wusste, ob die großen Roten, die tränenförmigen Roten, die Lilafarbenen, die Gelben oder die kleinen Roten, scharf sind. Bei mir kommen natürlich nur die scharfen in den Garten. Aber wir hatten ein Überraschungspäckchen „Chilisamenmix“, bei dem wir nicht wussten was drin ist, vom unserem Lieferanten geschenkt bekommen.



Also musste ich im Selbstversuch meine Chili´s probieren. Bewaffnet mit Messer und Käse, der mildert die Schärfe etwas ab, begann ich den Test. Wer denkt die Kleinen sind die Gemeinen, der irrt gewaltig. Es war eine der großen Gelben die mich zum Schluckauf und hyperventilieren gebracht hatte. Unser kleiner Pflegesohn saß mir gegenüber und fragte mich: „Na Iris, sind schön scharf“? Schön, dass man andere so leiden sehen kann. Nachdem ich mich durch die verschiedenen Cillis gequält hatte, kam die Suche nach der Herkunft der kleinen Biester.



Dabei kamen Namen wie „Tears of Fire“, „Jalapeno Purple“, „Chupetinho“ oder die große gelbe „Fatali“, die zu den Habanjeros gehört, heraus. Was tut man mit so vielen Cillis? Leider bleiben die nicht besonders lange frisch.



Also haben wir uns überlegt die Cillis im Dörrautomat zu trocknen. Es hat zwar etwas gedauert, so zwischen 12 und 14 Stunden, aber dann waren sie trocken genug, um daraus Cillipulver zu malen.



Natürlich sind auch Samen von meinen Naschtomaten für das nächste Jahr, in kleine Tütchen gewandert, damit wir 2016 wieder was zum Genießen haben.



Jetzt gibt es nur noch die Kapuzinerkresse als Farbtupfer in unserem Garten.




Verschiedene Kürbissorten



Melonen


Butternut

Ach ja, Melonen und Kürbisse haben wir schon Ende September geerntet und die Samen für das nächste Jahr eingetütet.

Sonntag, 25. Oktober 2015

Holz vor der Hütt´n oder doch besser in die Hütte?

Heute Morgen war es soweit, wir haben unsere jährliche Holzlieferung bekommen. Dieses Jahr war es etwas anders als sonst. Meine Schwiegereltern hatten einen sehr alten Nussbaum auf ihrem Baumstück. Nach einem schweren Gewitter mit Blitzeinschlag vor zwei Jahren in diesen besagten Baum, wurde festgestellt, dass er morsch war und seine besten Zeiten vorbei waren. Weil er eine stattliche Größe hatte, wurde eine Firma beauftragt ihn zu fällen.


Danach wurde das Holz gelagert und war jetzt trocken genug um es zu verheizen.


Also Schwager gefragt ob er uns - mit Anhänger - helfen kann und dank seiner Hilfe das Holz nach Hause gebracht.


Aber da fing die Arbeit erst richtig an. Schubkarre um Schubkarre wurde zur Holzhalle zum Aufstapeln gefahren.


Mit Staus musste gerechnet werden, weil Drei das Holz transportiert haben und nur Einer gestapelt hat.


Also musste ich zwischendurch die Kleinen etwas ausbremsen und mit eine Tasse warmen Kakao ablenken.


Aber wenn man schon mal dran ist, war ich auch noch Animateur, Streitschlichter - in den Pausen flog auch schon mal das Holz tief - oder auch mal Berufsberater - nach dem eine Kinderschubkarre eine Schraube verloren hatte und wir sie nicht mehr gefunden haben, musste eine neue Arbeit, zum Beispiel Kleinholz aufsammeln, her.


Nach gut zwei Stunden und gefühlten hundert gefüllten Schubkarren, war unser Holzschuppen für den Winter gerüstet. Aber wie immer war es eine Gradwanderung meine kleine Familie zu managen.

Sonntag, 18. Oktober 2015

Urlaub? Ja! Aber wohin?

Endlich habe ich mich dazu entschlossen im kommenden Jahr, in den Sommerferien, in den Urlaub zu fahren. Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, da ich in der Zeit eigentlich mit meinem Garten und dem Gewächshaus genug zu tun habe. Ich hoffe nur ich finde jemanden der meinen geliebten Garten in dieser Zeit, nach meinen Ansprüchen, versorgen kann.

Aber noch schwieriger ist es für mich, alle Ansprüche die wir haben, unter einen Hut zu bringen. Die zwei Kleinen sollen getrennte Zimmer bekommen, da wir bei einem Kurzurlaub schlechte Erfahrungen gemacht haben. Die Nächte waren voller sinnloser Diskussionen und überflüssiger Streitereien und wenig Schlaf für Alle. Da habe ich mir geschworen, beim nächsten Urlaub werden sie auseinanderdividiert, dass schont die Nerven. Urlaub soll ja Erholung sein. Dann wollte ich natürlich auch mal ausspannen, also soll auch Kinderanimation dabei sein. Dann die Frage wo soll es den hingehen? Da ich aufgrund von Flugangst auf Auto oder Bus/Zug angewiesen bin, ist unser Radius leider etwas eingeschränkt. Frankreich? Da ist es mit der Sprache etwas schwierig. Spanien oder Kroatien? Für den ersten längeren Urlaub mit den Kleinen vielleicht noch ein bisschen zu weit. Italien? Ist zwar etwas teurer als Kroatien, aber der Gardasee ist ja nicht ganz so weit weg. Die Italienische Adriaküste ist zwar ein bisschen weiter, wäre aber auch noch eine Option. So und nun Internet und Urlaubskataloge durchstöbern.


Nach gefühlten Tagen Internetrecherche und Stunden Kataloge wälzen war die Enttäuschung groß. Hotels fielen ganz raus, sind mit drei Zimmern viel zu teuer. In den Feriendörfern hatten die Ferienwohnungen immer nur zwei Schlafzimmer. Nach so viel Zeitverschwendung hab ich mir erst mal einen Kaffee und etwas Süßes gegönnt.


In der kleinen Pause ist mir eingefallen, dass ich mir aus unserer regionalen Tageszeitung im August einen Artikel ausgeschnitten hatte, in dem ging es ums Campen ohne Zelt. Mobilhomes, also ein kleiner Bungalow auf Rädern mitten in der Natur. Ideal für Familien und hoffentlich nicht ganz so teuer. Also das Laptop anschmeißen und recherchieren und siehe da alles dabei, drei Schlafzimmer und Animation. Auch am Gardasee und an der Adriaküste. Jetzt nur noch den besten Campingplatz finden und buchen.

Manchmal ist es doch sehr hilfreich einen Artikel, den man gut findet, aufzuheben.                 

Sonntag, 11. Oktober 2015

Eierlikör - Hausgemacht aus Vollei

Bei vielen Rezepten werden Lebensmittel nur zu Teilen verwendet, so ist das auch mit Eierlikör den man eigentlich nur aus Eigelb herstellt. Wohin mit dem Eiklar? Ich bin jemand der Zutaten nach Möglichkeit komplett verarbeitet. Also ein Rezept suchen, in dem man das ganze Ei zu Likör verarbeiten darf. Ein Glück ist das „world wide web“ groß und man kann dort fast alles finden. Und tatsächlich bin ich fündig geworden.


Ich gebe alles in meinen Thermi:
  • 8 Eier
  • 400g Zucker
  • 4Eßl selbstgemachten Vanillezucker oder
  • 4 Päckchen Vanillezucker
  • 2 Becher Sahne oder wer es etwas Kalorienreduzierter haben möchte
  • 1 Becher Sahne und
  • 300 ml Milch 1,5%
  • 1 Flasche Doppelkorn
  • Bei 70 Grad, Stufe 5, 10 min rühren. 

Geht auch im Topf. Dabei aber darauf achten, dass es nicht zu heiß wird.
Sofort in heiß ausgespülte Flaschen füllen und auch gleich verschließen. Ergibt ungefähr 2,3 Liter Likör.

Man kann nach Geschmack noch Schokocreme dazu geben, dann ist es ein Schokolikör oder man gibt ein paar Schokoladen-Täfelchen mit Pfefferminz-Creme-Füllung dazu. Das gibt dann Minzlikör.
Und was kann man mit so viel Eierlikör anstellen? Weil er so klasse schmeckt, ist selber trinken natürlich die erste Option. Es gibt aber auch noch andere Möglichkeiten. Ich fülle den Likör einfach in kleine Flaschen ab und habe dadurch immer ein Mitbringsel oder ein Geburtstagsgeschenk zur Hand.


Hausgemachtes sowie Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten

Ein Glück hatte ich für den Fresskorb, für den Geburtstag meiner Schwester und ihres Mannes, noch ein Fläschchen „in petto“.




Sonntag, 4. Oktober 2015

Im Wein liegt die Wahrheit!?

Dieses Jahr wollten wir unsere Weintrauben mal nicht zu Saft verarbeiten, sondern es soll Wein daraus werden.


Wir hatten von unserem eigenen Weinstock knappe 20 kg Muskateller-Weintrauben geerntet. Da die Trauben dieser Sorte zwar gut schmecken aber sehr große Kerne und etwas zu harte Haut haben, sind sie zum Essen nicht gerade ideal. Aber sie haben ein sehr intensives Aroma. Also ernten, abbrausen


und maischen.


Dann, oh Schreck es war Samstag, die Apotheke hatte nur noch eine halbe Stunde auf und wir brauchten noch Reinzucht Hefe. Hatten wir total vergessen und mussten nun auf gut Glück schnell hineilen. Sie hatten welche da, aber leider nicht die gewünschte Sorte. Wir wollten eigentlich Bordeaux Hefe und bekamen leider nur Portweinhefe. Aber egal, wird schon gut gehen und ohne geht ja gar nicht. Die Maische haben wir 24 Stunden stehen lassen, damit die rote Farbe aus der Schale in den Saft übergeht. Nur so wird es Rotwein. 


Die Hefe haben wir in der Zeit bei Zimmertemperatur in frisch gepressten Apfelsaft angesetzt, um durch eine Vorvermehrung eine sichere Gärung zu erreichen. 
Doch das Anstrengendste war das pressen der Maische.


Ein echter Knochenjob. Ich hoffe es hat sich gelohnt und der Wein wird echt gut. Wir haben den Saft mit dem Voransatz und einem Tütchen Hefenährsalz in ein Gärbehälter gefüllt und mit einem Gäraufsatz verschlossen im Keller stehen,


wo er schon munter vor sich hin blubbert. Fortsetzung folgt!

Sonntag, 27. September 2015

Partytime für kleine Plagegeister

Ich dachte, ich sei eigentlich schon etwas aus der Übung, um einen Kindergeburtstag erfolgreich auszurichten. Ich habe zwar schon einige Geburtstage für unsere große Pflegetochter geschmissen, da waren aber immer nur Mädels da und es ist auch schon etwas her. Aber mit den Kleinen, Jungs und auch Mädchen gemischt, das war schon etwas anderes. Die Mädchengeburtstage waren immer Motto Geburtstage und die waren von vorne bis hinten durchorganisiert. Hexen-, Halloween- oder auch Prinzessinnenparty. Aber bei so einer gemischten Geburtstagsparty muss ja für beide Geschlechter etwas dabei sein.

Das Museum

Mein Mann meinte, das kriegen wir schon hin und hatte dann auch eine ganz gute Idee. In unserer näheren Umgebung gibt es das Keltenmuseum, das für Kindergeburtstage einiges auf Lager hat. Verschiedene Module die man buchen kann unter anderem „Keltische Schmuckwerkstatt“, „Feuer machen und schleudern“ oder auch „Ausrüsten eines Model-Keltenfürsten“.

Guter Kaffee - gehört zu den Planungsarbeiten ;-)

Das heißt Entscheidung gefallen, Einladungen schreiben, Kuchen und Muffins aussuchen, das Abendessen planen und alles auf sich zukommen lassen. Unser Pflegesohn hatte 9 Kinder eingeladen, 5 Mädchen und 4 Jungs. Freitag um 15:00 Uhr ging es los.


Es gab Schokomuffins, die waren natürlich der Renner. Und einen etwas abgewandelten Spiegeleierkuchen, den außer meinen Beiden niemand angerührt hatte.


War aber weiter nicht schlimm, ich habe ja genug Abnehmer ;-). Danach ging`s in zwei Auto´s ab zum Keltenfürst. Unterwegs haben wir noch einen Geburtstagsgast eingesammelt, der sich wohl verlaufen hatte. Der hatte Glück, dass wir wg. einer Straßenabsperrung einen Umweg fahren mussten. Beim Kelti angekommen ging´s direkt ins Museum. Zunächst in 45 Minuten einen kleinen Film über die Kelten sehen und ein spielerischer Museumsrundgang.

Noch naggisch ;-) aber schon mit Bart

Dann der praktische und lustigere Teil. In einer ¾ Stunde dem Keltenfürsten etwas zum Anziehen und die nötige Ausrüstung basteln.

Das Ergebnis!

Nach der erfolgreichen „Arbeit“ haben wir bei schönem Wetter noch eine kleine Tobe- und Trinkpause gemacht, bevor wir zum Abendessen wieder nach Hause gefahren sind.


Dort sind dann die „Knusper Gockelchen“ von A—i tief geflogen. Alles in allem war es ein relativ stressfreier Geburtstag. Ein bisschen Planung, gründliche Vorbereitung und die Unterstützung meines Mannes und das Ding lief.

Der Keltenhügel - Platz zum Toben!